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Fehlerkorrektur

Fehlerkorrektur ist ein zentraler Bestandteil des Unterrichts und trägt wesentlich dazu bei, Motivation und Selbstvertrauen der Lernenden zu erhalten.

Sie sollte stets einfühlsam und effektiv erfolgen, um Lernende nicht zu verunsichern oder zu demotivieren.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen der Fehlerkorrektur:

die sofortige (On-the-spot) und die verzögerte (Delayed) Fehlerkorrektur.

Arten der Fehlerkorrektur

Sofortige Fehlerkorrektur (On-the-spot)

Wird vor allem in Einführungsphasen (z. B. bei Wortschatz oder Grammatik) eingesetzt.

Ziel ist es, Fehler direkt zu korrigieren, damit Lernende die korrekte Aussprache und Struktur von Anfang an verinnerlichen.

Verzögerte Fehlerkorrektur (Delayed)

Wird in Übungs- oder Produktionsphasen eingesetzt.

Der Fokus liegt auf der Sprechflüssigkeit (Fluency), sodass Lernende ihre Aussagen zunächst zu Ende formulieren können, bevor eine Korrektur erfolgt.

Tipps für effektive Fehlerkorrektur

  • Verwenden Sie Modellieren und Recasts, indem Sie die korrekte Form freundlich wiederholen.

  • Geben Sie positives Feedback, auch wenn die Antwort nicht vollständig korrekt ist.

  • Nutzen Sie visuelle Hilfsmittel (z. B. Karten, Bilder oder Gegenstände), insbesondere bei jüngeren Lernenden.

  • Fördern Sie die Selbstkorrektur, indem Sie bewusst 3–5 Sekunden warten, damit Lernende Zeit zum Nachdenken haben.

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